Positiver Einfluss der Meditation
Positiver Einfluss der Meditation
Heutzutage weckt die Meditation das Interesse von mehreren Wissenschaftlern und Ärzten. Die Untersuchungen bewiesen eindeutig positive Auswirkungen der Meditation. Regelmäßige Meditation trägt zur vielen positiven Änderungen in dem Organismus bei. Dabei kann man einige Hauptbereiche erwähnen, bei denn der positive Einfluss der Meditation zu beobachten ist (1):
- Der Bereich der Erkenntnis - besseres Gedächtnis, erhöhte Konzentrationsfähigkeit und Fähigkeit zur Haltung der Aufmerksamkeit
- Emotionen - Minderung von Stress, Unruhe, Depression, Regulierung der Emotionen
- Veränderungen der Immunität - Verbesserung der Immunität des Organismus
- Schmerz - Änderung der Reaktion auf Schmerzimpulse, die z. B. durch Erkrankungen hervorgerufen werden
- Änderung des Verhaltens - Abschaffung von negativen Verhaltensweisen (übermäßiges Essen, Missbrauch von Substanzen)
Mehrere Studien zeigen, dass sich die Meditation auf verschiedene Krankheiten, wie zum Beispiel: Asthma, Bluthochdruck, Magen- und Zwölfdarmgeschwüre oder auch Herzerkrankungen positiv auswirken kann. (Literaturübersicht zu diesem Thema finden sie unter http://www.relaksacja.pl/recenzje/Wartosci medyt.htm (2).)
Die oben genannten positiven Auswirkungen kommen auf verschiedenen Ebenen und in verschiedenen Bereichen zum Vorschein. Die Lebenszufriedenheit wird immer größer, das seelische Wohlbefinden und die körperliche Gesundheit werden allmählich gesteigert, die Konzentrationsfähigkeit am Arbeitsplatz wird deutlich verbessert und so weiter.(siehe z. B. (3)). Ein interessantes Beispiel hierfür: " Der positive Einfluss von gesteigerten Konzentrationsfähigkeit zeigt sich unter anderem darin, dass die Alltagsanforderungen viel effektiver und schneller bewältigt werden können, wodurch die Stimmung auch automatisch stabilisiert und gehoben wird (1). Immer öfter weist man auch darauf hin, dass eine regelmäßige Meditation die Sozialverträglichkeit bzw. Sozialorientiertheit steigert. (vgl. der unten angegebene Art. - Pkt. B)
Aus diesem Grund zeigen immer mehr Menschen Interesse am Meditieren. Ausgehend von der Menge der veröffentlichten Materialien und der wachsenden Beliebtheit von verschiedenen Meditationstechniken kann man durchaus behaupten, dass die Meditation nicht mehr als etwas Exotisches und Unbekanntes betrachtet wird , sondern ein Bestandteil der modernen Lebensweise geworden ist. Immer mehr Menschen versuchen, aus verschiedenen Gründen, die Meditation in die tägliche Routine zu integrieren.
In der wissenschaftlichen Literatur benutzen die Autoren oft den Begriff einer reflektierenden Meditation , um die Meditation von einem Zustand der Entspannung zu unterscheiden und um das Element der geistigen Anstrengung, Konzentration, die durch die Meditation gekennzeichnet ist (Achtung, das ist eine wichtige Unterscheidung) zu unterstreichen. Die verschiedenen Überlegungen zum Thema Meditationsarten werden an dieser Stelle nicht thematisiert. ((vgl. den Artikel über der Meditation in Wikipedia http://pl.wikipedia.org/wiki/Medytacja).
Es genügt zu erwähnen, dass die Meditation im Wesentlichen aus zwei Teilen besteht, nämlich:
*der Beruhigung der geistigen Aktivität
*der Konzentration des Geistes
Auf der BBC-Webseite wird der meditative Zustand wie folgt beschrieben: Meditation ist, im allgemeinem Sinne gesprochen, eine Kunst den Geist zu kontrollieren/beherrschen, damit er ruhiger und fokussierter wird . Ziel des Meditierens liegt darin bewußter und aufmerksamer mit den geistigen Tätigkeiten umgehen zu können.(http://www.bbc.co.uk/religion/religions/buddhism/customs/meditation_1.shtml)
Die durchgeführten Forschungen haben zum Ziel die Mechanismen, die die Veränderungen bei den Meditierenden hervorgerufen haben aufzudecken und die dabei auftretenden Phänomene zu verstehen. Die Untersuchungen, die sich auf der Methode der Elektroenzephalografie (EEG- Forschungen an der elektrischen Aktivität des Gehirns) stützen, reichen bei den lang Meditierenden bis in die 70er. Jahre zurück (vgl. (2)). Heutzutage werden immer mehr modernere Verfahren angewendet (z.B. Bildgebung mittels der Magnetresonanztomographie und der Positronen-Emissions-Tomographie), die die positiven Auswirkungen einer regelmäßig durchgeführten Meditation klar, deutlich und messbar nachweisen können. (dabei beachtet werden z.B.: wirkliche Veränderungen der neuronalen Aktivität, erhöhte Dicke der Hirnrinde oder eine größere Anzahl von Antikörpern ) (4). Besondere Aufmerksamkeit wird dem Thema des Stressabbaus und des Schmerzes gewidmet. Auf diesem Gebiet gibt es auch zahlreiche Forschungsuntersuchungen. Immer häufiger wird die Meditation als eine gleichwertige und komplementäre Technik im Vergleich zu den klassischen Methoden zur Verbesserung und Erhaltung der Gesundheit betrachtet. Zum Beispiel können US-Bürger sich einen Überblick über die Meditation als eine Methode zur Verbesserung der Gesundheit auf der Webseite von der Staatsinstitut für Gesundheit [US-National Institutes of Health] (1) verschaffen und diverse Möglichkeiten auszuprobieren.
Im Folgendem werden Zusammenfassungen von mehreren Berichten aufgeführt, die einen umfassenden Überblick über die gesammelten Forschungsergebnisse präsentieren. Die Artikel wurden nach dem Ort der Publikation, der subjektiven Beurteilung der Forschungsqualität und dem Veröffentlichungsdatum gewählt. Sie stellen auf dem bislang sehr wenig beforschtem Gebiet eine interessante Neuigkeit dar und können als eine Inspirationsquelle für eine weitere Informationssuche betrachtet werden.
A. Dicke der Hirnrinde und Schmerzempfindlichkeit bei Zen-Praktizierenden.
Originaltitel: Cortical thickness and pain sensitivity in zen meditators.
Autoren: Grant, Joshua A. et al.
Veröffentlicht von: Emotion, Vol 10(1), Feb, 2010. S. 43-53
Zusammenfassung: Die Zen-Praxis ist mit geringer Empfindlichkeit gegenüber Schmerzen verbunden, sowohl unter dem affektiven als auch unter dem sensorischen Aspekt. Anhand von Materialien, die Unterschiede im grauen Gewebe bei den Meditierenden, bei den Patienten mit chronischen Schmerzen und bei Kontrollgruppen beschreiben, haben wir versucht, in der aktuellen Untersuchung zu überpüfen, ob die Unterschiede in der Morphometrie des Gehirns mit geringer Empfindlichkeit gegen Schmerzen bei Zen-Praktizierenden verbunden sind. Die Studie wurde mit Hilfe von strukturellen Scans aus der Magnetresonanztomographie an 17 Praktizierenden und 18 Personen aus der Kontrollgruppe durchgeführt. Es wurden auch Temperaturen gemessen, die zur Auslösung der gemäßigten Schmerzen bei jeder Versuchsperson erforderlich sind. Die Praktizierenden waren deutlich weniger schmerzanfällig als die Personen aus der Kontrollgruppe. Wie vereinbahrt, ist bei allen Versuchspersonen geringere Schmerzempflindlichkeit mit dickem Nervengewebe verbunden, in Gebieten, die für Schmerz und Affekt zuständig sind, unter Einschluss von anteriorem cingulärem Kortex, bilateral von Gyrus Patahippocampalis und vorderem Inselkortex. Beim Vergleichen der Gruppen hat man festgestellt, dass die Meditierenden dickere Hirnrinde in der dorsalen neuralen cinguli sowie bilateral in sekundären somatosensorischen Kortex gehabt haben. Längere Zeit der praktischen Ausbildung (gezählt in Jahren) wurde mit mehrem Anzahl von grauem Gewebe in anteriorem Kortex verbunden, und die Stunden der meditativen Erfahrung haben auf mehr Gewebe bilateral in den primären sensorischen Kortex und im Handgebiet, in der rechten Hemisphäre hingewiesen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Schmerzempfindlichkeit ist mit kortikaler Dicke in Bereichen des Gehirns, die schmerzhafte Reize empfangen, verbunden und dass die geringere Anfälligkeit gegen Schmerzen bei Meditierenden der Effekt von Veränderungen in Morphometrie des Gehirns mit langjähriger Praxis sein kann
B. Liebende-Güte-Meditation vertieft soziale Verhältnisse
Originaltitel: Loving-kindness meditation increases social connectedness.
Autoren: Hutcherson, Cendri A. et al.
Veröffentlicht von: Emotion, Vol 8(5), Oct, 2008. pp. 720-724
Zusammenfassung: Das Bedürfnis nach sozialer Interaktion ist einer der bedeutendsten Beweggründe bei den Menschen und es wird immer deutlicher, dass das soziale Zugehörigkeitsgefühl psychische und physische Gesundheit beeinflussen kann. Doch in vielen Kulturen führen die sozialen Veränderungen zum Misstrauen und zur Entfremdung. Ist es überhaupt möglich das Gefühl der sozialen Zugehörigkeit und eine positive Einstellung gegenüber den Anderen zu stärken? Können wir solche Gefühle in uns selbst hervorrufen? In der Studie wurde die Liebende-Güte-Meditationsmethode angewandt, um festzustellen, wie die sozialen Kontakten im Hinblick auf die fremde Personen in kontrollierten Laborbedingungen hergestellt werden können. Im Vergleich mit einer sorgfältig ausgesuchten Kontrollgruppe haben sogar einige Minuten der Liebende-Güte- Meditationstechnik das soziale Zugehörigkeitgefühl vertieft und positive Reaktionen gegenüber den kennengelernten Personen hervorgerufen, sowohl auf der bewussten als auch der unbewussten Ebene. Die Ergebnisse zeigen, dass dieses einfache Verfahren nicht nur dazu führen kann, daß das Zugehörigkeitsgefühl vertieft wird sondern auch dazu, daß die Entfremdung verringert werden kann.
C. Kompletative Meditation senkt den Blutdruck in den ambulanten Blutdruckmessungen und reduziert den durch den Stress hervorgeruften Bluthochdruck- randomisierte Pilot-Studie
Originaltitel: Contemplative meditation reduces ambulatory blood pressure and stress-induced hypertension: a randomized pilot trial
Autoren: Manikonda, J. P. et al.
Veröffentlicht von: Journal of Human Hypertension (2008) 22, 138-140
Zusammenfassung:In einer doppelten Blindstudie wurden 52 pharmakologisch unbehandelte Personen mit klaren Symptomen des Bluthochdrucks entweder der Gruppe der 8-wöchentlichen kompletativen Meditation mit Elementen von Atemtechniken oder der sogenannten Kontrollgruppe zugeordnet. Bei den probanden, bei denen die Meditationstechnik angewendet wurde stellte man fest, daß diese eine klinisch signifikante und konsequente Verringerung der Herzfrequenz und auch einen niedrigeren systolischen und diastolischen Druck verursacht habe. Die Messungen erfolgten zu Bürozeiten und in den ambulanten 24-Stunden-Messung-Abständen. Die positiven Wirkungen waren auch in den Testergebnissen von Stresswahrnehmung sichtbar. Dank den langfristigen Studien kann die Nützlichkeit der Technik im Hinblick auf die Verringerung des Bluthochdrucks festgestellt werden.
Anmerkungen:
(1) http://nccam.nih.gov/health/meditation/overview.htm - Meditation bezüglich der Gesundheit- Einleitung- US-Staatsinstitut für Gesundheit /US-National Institutes of Health (Die Seite ist in englischer Sprache verfasst)
(2) http://www.relaksacja.pl/recenzje/Wartosci medyt.htm" - psychologische, pädagogische, soziale und medizinische Wert der Meditation, Artikel von Pawe³ Zieliñski
(3) Mark McGuinness, Dichter und Coach, beschreibt interessant und überzeugend ihre persönliche Erfahrung in der Artikel "What Daily Meditation Can Do for Your Creativity" ("Was kann tägliche Meditation für Deine Kreativität tun?", Artikel gibt's in der englischen Sprache auf folgender Webseite: http://the99percent.com/tips/6314/what-daily-meditation-can-do-for-your-creativity).
(4) Cahn, B. Rael (2006) Meditation states and traits: EEG, ERP, and neuroimaging studies. Psychological Bulletin, Vol 132(2), Mar, pp. 180-211 (Review-Artikel über Untersuchungen mit Hilfe von Elektroenzephalografie, über die Studie von angeregten Potentialen, PET, fMRI, in der englischen Sprache)
(5) Walach, H. et al. (2007) Mindfulness-based stress reduction as a method for personnel development: A pilot evaluation. International Journal of Stress Management, Vol 14(2), May, pp. 188-198
Opracowa³: Adam Kuœnierz


